An der Front der Backsteinfassade ist die Jahreszahl 1906 erkennbar. "Zu unserem Leid ist die Schule im 2. Weltkrieg unbeschadet gelieben, und wir mussten trotzdem hin" erzählte Herr Glosemeyer mit einem Zwinkern. In den 70er Jahren wurde das Schulgebäude umgebaut. Bernhard Bensmann war Hausmeister an der Grundschule und erzählt von der Schließung der Teutoburger Schule vor 1 1/2 Jahren. Die Schüler sind auf die umliegenden Schulen gewechselt. Vorübergehend war in dem Gebäude der Verein VPAK mit einer Schularbeitenhilfe und der Verein Klecks mit einem Hortangebot untergebracht. Die Zukunft der alten Schule ist noch ungewiss. Zur Zeit nutzt u.a. die Polizei das Schulgebäude für Selbstverteidigungskurse sowie die Arbeitslosenselbsthilfe (ASH). Vorübergehend ist die Berufsschule am Westerberg im Gebäude mit 18 Berufsschulklassen untergebracht. Die Schule hat einen schönen großen Schulhof mit alten Kastanien und einen eigenen Schulgarten.

Auch die ehemaligen Schüler Werner Quade und Günther Wehmeyer erinnern sich an die Teutoburger Schule. Es war die Zeit nach dem 2. Weltkrieg: " Die Teutoburger Schule war getrennt zwischen einer evangelischen Bekenntnisschule und einer Gemeinschaftsschule auf der anderen Seite. Das waren praktisch 2 Schulen. Alles war streng getrennt. Wir durften nicht auf die andere Seite. In der Mitte war die Turnhalle, die von beiden Seiten zugänglich war.

Die Schule hatte auch ein öffentliches Wannen- und Brausebad. Wir wohnten in Siedlungen mit viel landwirtschaftlicher Nutzung. Fast jeder hier in der Gegend hatte ein Schwein oder Hühner und Kaninchen und oft noch ein zusätzliches Stück Garten, wo man Kartoffeln pflanzen konnte. Um sich das mal vorzustellen: Toiletten waren noch draußen auf dem Hof. Das waren noch Plumsklos. Wenn man mal wirklich vernünftig baden und duschen wollte, ging man in die Teutoburger Schule. Herr Glosemeyer erinnert sich: Man duschte nur einmal im Jahr und das war dann zu Weihnachten. Da war die Hölle los!" Ansonsten wurde zu Hause in der Blechwanne gebadet, "das Wasser war dann auch noch zum Treppenhaus putzen gut". Ein weitere lustige Geschichte ist: der Hausmeister hatte seine Wohnung zwischen den zwei Eingängen der Badeanstalten, damit nichts passieren konnte.

Gegenüber unserer Schule war ein großer Kindergarten an der Miquelstrasse. Tante Anna war die legendäre Leiterin.